Montag, 19. September 2022

Keltisches Jahreszeitenfest der Herbst Tag-und- Nachtgleiche steht vor der Tür



Zwischen 21. und 23. September erleben wir das wunderbare Jahresritual der 
Herbst-Tag- und Nachtgleiche.  
Die Licht -und Schattenkräfte halten sich jetzt in Balance. 
Anders als im Frühling, gehen wir nun der dunkleren Jahreszeit entgegen und nehmen Abschied vom Sommer, von der Wärme, vom Licht und der fruchtbaren Zeit.

In diesem Jahr führen wir in der Gruppe, unser Jahreszeitenritual am Freitag, 23. September durch. 
Wir halten inne, geniessen nochmals die herrliche Fülle unserer grossen Mutter Natur und schöpfen aus dem Wissen und der Weisheit unserer Vorfahren. Denn schon seit Jahrhunderten feierten sie dieses Sonnenfest als Erntedank und hielten tiefgreifende Rituale ab. 

Das Erntedankfest steht oft mit den grossen Erd-und Muttergöttinnen in Verbindung, welche vor allem für Wohlstand, Reichtum und Fülle angerufen wurde. Z.B. Rosmerta, Demeter, Innana, Cres und Pachamama etc. Oft zeigte sie sich mit einem überfliessenden Füllhorn, mit Opferschale und manchmal auch mit einem Heroldsstab (Heilstab). Rosmerta ist eine nährende und aufbauende Göttin, welche uns lehrt unseren innerer und äusseren  Reichtum im Fluss zu halten. Oder uns aufzeigt, wie wir unsere materiellen Güter vermehren oder anlegen können, damit wir davon gut leben können. Viele Erdgöttinnen werden auch als Paar (Mutter und Tochter, Ehefrau und Ehemann oder Schwestern) dargestellt. Je nach Mythos werden sie in die Unterwelt entführt oder festgehalten und dürfen dann, nach geschickten Verhandlungen jeweils wieder für ein halbes Jahr in die Oberwelt zurück. 
Z.B. Die Schwestern Innana die "Lichtvolle" und Ereskigal die "Dunkle": Innana hört ihre Schwester in der Unterwelt über den Tod ihres Mannes laut wehklagen. Sie beschliesst, ohne ihre Insignien und völlig nackt, zu Ereskigal hinabzusteigen. Doch blind vor Trauer und Wut tötet Ereskigal ihre Schwester mit einem Blick. Innuna wird dadurch in die Unterwelt verbannt. Innuna jedoch hat weise Vorgesorgt. Sie beauftragte zwei kleine Fliegen, um sie zu retten, falls ihr etwas zustösse. Da die Fliegen sehr klein waren, kamen sie unbemerkt in die Unterwelt. Sie hörten der trauernden und leidenden Ereskigal anteilnehmend zu und besänftigten sie so sehr, dass sie ihnen einen Wunsch gewährte. Die Fliegen wünschten sich die Freilassung von Innuna. Ereskigal gewähret ihnen 
 diesen Wunsch, mit der Bedingung, dass sie ihr einen Ersatz schicken müsse. Als Innuna wieder auf die Erde zurück kam, sieht sie, dass alle um sie trauerten, mit der Ausgenahme ihres Ehemanns. Voller Wut schickte sie ihn in die Unterwelt. Sein Schicksal wurde jedoch von seiner Schwester gemildert, die freiwillig für ihn ein halbes Jahr in die Unterwelt ging. 
Diese Geschichten symbolisieren das Lichtes und die Kräfte, welche sich in die Erde zurückziehen und erst nach einem halben Jahr wieder zurück kommen.


Die Herbst-Tag-und Nachtgleiche ist auch die Zeit der Dankbarkeit und der Rückschau!

Wir fragen uns:
  • Was konnte ich in diesem Jahr wirklich ernten oder nutzen? 
  • Wie sieht meine Vorratskammer aus?
  • Wie habe ich persönlich meine Wünsche und Ideen umgesetzt oder wahrgenommen?
  • Welche neuen und "wundersamen" Fügungen hatten sich auch noch ergeben? 
  • Wie wurde ich vom "Leben" beschenkt und welche Menschen sind mir in diesem Jahr beigestanden, haben mir Zuwendung geschenkt oder unterstützt?
  •  Welche neuen Erfahrungen durfte ich in diesem Jahr machen und wo wurde ich inspiriert?
  • Aber auch, wie gehe ich mit meinen vermeintlichen Niederlagen und Fehlern um?
  • Sind es überhaupt Niederlagen, oder hat sich etwas Besseres, Neues ergeben?
Wir machen uns Gedanken über alles Gute, das wir erschaffen haben, auch was uns " zugefallen" und geschickt wurde und sind dankbar für die vielen "Früchte  des Lebens". Dann lassen wir bewusst alles los, was uns nicht mehr gut tut oder was uns auf unserem Lebensweg nur noch behindert.


Nun heisst es auch, uns für die kalte, dunkle Jahreszeit vorzubereiten, wir legen uns symbolisch "ein dickes Fell zu".

In dieser Zeit, der Zeit der dunklen Jahreshälfte, richten sich die Kräfte mehr und mehr nach Innen, wobei wir unweigerlich auch unsere tieferen Gefilde berühren. Deshalb ist es sehr Wichtig, unsere innere Sonne zu stärken und zu erhalten.


Aber wie setzen wir es im Alltag um?
 
Wir gehen an einen schönen, ruhigen Ort und lassen uns das vergangene halbe Jahr nochmals durch den Kopf gehen; wie sieht es aus mit unserer Energie oder mit unserem Energiekonto vom Geben und Nehmen...wie sehen unsere materiellen Güter aus...wie ist unser Freundeskreis oder unser unmittelbares Umfeld...können wir uns regelmässig auftanken und Energie schöpfen - uns entfalten?
In der dunklen hälfte des Jahres brauchen wir unsere Kraft- und -Energiereserven, welche wir in den lichtvollen Zeiten gesammelt haben. Für diese Reserven benötigen wir vor allem innere Ruheräume, Oasen der Stille und einen konstanten Lebensrhythmus um immer wieder die kraftvolle Erdenergie - unserer Mutter Erde - und die kosmische Lichtenergie - unsere Schöpferkraft  - zu erneuern.
 
 
* Unseren Lebensrhythmus können wir effizient stärken, in dem wir uns einen regelmässigen Tagesablauf, mit Essen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten und Pausen, erschaffen ( ideal sind, 2/3  regelmassige Wiederholungen, 1/3 spontane Aktionen).
 Für uns Frauen ist es sehr wirksam, wenn wir dem Mondzyklus folgen und in kleinen Ritualen diese tiefe weibliche Energie in uns aufnehmen.
* Innere Ruheräume erschaffen wir, wenn wir zwischendurch mal tief durchatmen können und 5 Minuten lang etwas schönes betrachten z.B. eine Blume/Pflanze, einem Tier zuschauen oder einmal nichts tun und sich intensiv wahrnehmen.
* Oasen der Stille finden wir, in kleinen Meditationen und kurzen Spaziergängen in der Natur, in dem wir den Naturtönen lauschen, die Luft um uns spüren und den Duft in uns aufnehmen.
* Hilfreiche Bäume als Kraftquelle sind:
Die Föhre, bringt unser inneres Licht zum leuchten und stärkt unseren persönlichen Ausdruck und Selbstwert.
Die Buche, schenkt uns Ruhe und Gelassenheit und öffnet unsere feinstofflichen Sinne für unseren inneren Raum und die Weite des Universums.
Die Olive, schenkt uns Fülle, Reichtum und Frieden. Sie erlöst uns von inneren Mangeldenken und Ängsten.
Die Quitte, vermittelt uns eine harmonische, fröhliche Stimmung und stärkt unsere Widerstandskraft und unser Immunsystem.
Der Holunder, der "magische" Baum der Drei-Einheit der grossen Muttergöttin (weisse Blüte-werden, rote Beere-sein, schwarze Beeren-gehen), schützt uns vor schlechten Energien und dient als Grenzhüterin zwischen den Welten. Er schenkt uns Widerstandskraft und Gesundheit. 
  

Wenn es uns in der Winterzeit gelingt, diesem Rhythmus der Stille und der Einkehr zu folgen, sind wir tatsächlich in der Lage uns tief zu regenerieren um wieder ganz neue Kräfte zu sammeln.


Noch ein wunderschönes Ritual  zum "Annehmen, Danken und Loslassen":
Am schönsten ist es, wenn wir dieses Ritual mit mehreren Leuten durchführen können, aber natürlich geht es auch für sich alleine.

nach einer Klangvollen Meditation, zu einem wunderbaren Kraftort, dort wo Fülle und Überfluss der Natur herrscht, begegnen wir unserer Muttergöttin und lassen uns von ihr unsere Vorratskammern, unser gesunden Beziehungsnetze und unsere glücklichen "Fügungen" zeigen, welche sich im laufe dieses Jahres ergeben haben.
Anschliessend führt sie uns an eine Heilquelle, wo wir von allen veralteten, hinderlichen und kräfteraubenden Mustern, Einstellungen und Energien gereinigt und befreit werden. 
 
Danach nehmen wir ein Stück Apfel (mit Kernen) und essen diese wunderbare Frucht unserer Mutter Erde als Symbol von Avalon, der Frucht der "Anderswelt" und denken dankbar an alle wunderbaren , Gaben die in diesem Jahr zu uns gekommen sind. Anschliessend geben wir die Kernen in eine Schale mit klarem Wasser und reichen sie durch die Runde. Nun geben wir alles ins Wasser hinein, in dem wir mit einem einzigen Wort alle Gaben benennen( z.B. Liebe, Freude, Transformation usw.).
Diese Schale stellen wir in die Mitte des Kreises.

Als nächstes nehmen wir einen Zettel zur Hand und schreiben alles auf, was uns jetzt nicht mehr dient, hinderlich oder schwächend ist. Darauf ziehen wir einen Baum aus den ENERTREE-Baumessenzen, stärken uns mit seinen Kräften, geben einen Tropfen auf den Zettel und verbrennen ihn in der Feuerschale

Zum Schluss nehmen wir uns, im Kreis um das Feuer, an der Hand ( die linke Hand ist gebend  (Handfläche nach unten) und die rechte Hand nehmend (Handfläche nach oben) und atmen tief ein, lassen dabei die Erdenergie über unsere Fusssohlen in den ganzen Körper fliessen und beim ausatmen lassen wir das kosmische Licht vom Scheitel durch uns durch wieder hinab über unsere Füsse in die Erde strömen.

Die Wasserschale bleibt den ganzen Abend in der Mitte und wird am Ende des Festes mit Liebe und Dankbarkeit einem Baum übergeben.

 
 
Von Herzen wünsche ich euch eine schöne und tiefgreifende Herbstzeit.
 
Eure Silvia
 
 
 
 
 
 

 

 

 


Dienstag, 21. Juni 2022

Willkommen zur Sommer-Sonnwende...zur Fülle und das Genährt werden



Fülle, Reifung, Lebendigkeit, Lebensenergie und Ernte...das sind die zentralen Themen in der Zeit der Sommer-Sonnenwende.

Das Licht, unsere Sonne, hat nun die stärkst Kraft erreicht und steht nun, in unseren Breitengraden, am höchsten Punkt des Firmaments. Der Licht-Keim, der in der Wintersonnwende gesetzt wurde, ist jetzt voll ausgereift und erwachsen geworden.


Obwohl wir erst begonnen haben, die Sonne und ihre Wärme zu geniessen,  nehmen sie schon bald und stetig wieder ab.  Gerade jetzt können wir besonders eindrücklich den immerwährenden Kreislauf von "Werden, Sein und Gehen" beobachten.

Besonders bei uns merken wir sehr gut, wie die die Elementarkräfte der Natur unterschiedlich wirken. Wie fühlen wir uns jetzt, wie war es in der Winter- Sonnwende?

Wir sind jetzt in der Zeit der grossen" Muttergöttinnen". Sie stehen für Mütterlichkeit, Nahrung und Schutz. Aber auch feurige Energie, Fülle, Liebe und Reichtum sind ihnen zugeteilt.

Wir können jetzt Ernten, was wir gesät haben und die Früchte geniessen.

In Irland wurde die Sonnengöttin "Aine", welche die Gestalt einer roten Stute annehmen konnte,  besonders in der Sommer-Sonnwende verehrt.  Damals zogen die Leute mit lodernden Fackeln durch die Felder und baten sie um Schutz und Fruchtbarkeit für Ernte und Vieh.

Auch die grosse Muttergöttin Freya, oder Frigg, wurde an vielen Orten gefeiert und verehrt.  Sie war eine der führenden "Matririarchinnen" und eine der herrschenden Stammesmütter in Nordeuropa.

Sie waren umsorgende, nährende und liebende Göttinnen, welche aber auch freizügig und selbstbewusst ihre Liebe lebten.

Immer wieder werden wir in den Jahres-Eckpunkten mit den spezifischen Themen der Gezeiten konfrontiert. Besonders jene Themen, welche wir noch nicht verarbeitet haben, oder solche, welche uns das ganze Leben lang beschäftigen.

·  Wir können uns fragen, wie  fürsorglich wir auf uns selber achten können. Gelingt es uns, unsere Bedürfnisse und Wünsche zu hegen und zu pflegen. Nehmen wir uns genügend Raum und Zeit, um uns wohl und gesund zu fühlen?

·   Achten wir auch auf  unser inneres Kind, können wir uns eine gute Mutter sein, tröstend nährend und beschützend?

·  Übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Handeln und unser Tun, oder erwarten wir von anderen, von der Gesellschaft, das, was wir selber übernehmen sollten?

·  Erwarten wir insgeheim von unseren nächsten Mitmenschen, dass sie  uns liebevoll umsorgen und unsere alten Wunden heilen, welche wir von unseren Eltern gewünscht hätten?

All diese Themen können uns besonders in dieser Zeit vermehrt beschäftigen.

Erkennen wir, dass wir nur in unserem  Innersten nach den Mängeln, Sehnsüchten und Begrenzungen suchen können, um echte Heilung zu bekommen,  sind wir in der Lage unsere tiefsten Wünsche und kindlichen  Bedürfnisse anzunehmen, um unbeschwert das Leben zu geniessen.

In der Stille der Meditation oder im Zwiegespräch mit der Natur, beim Tanzen mit wiegenden Klängen und Trommelrhythmen, können wir uns selber liebevoll und geduldig geben, was wir brauchen.

Auch die  starken Heilkräfte der Bäume können wir zur Hilfe nehmen um viele verborgene dunkle Energien zu versöhnen und aufzulösen.

Die Esche und die Kastanie, die Eiche und die Ulme sind ausgesprochene Helfer in dieser Zeit.  Nicht zu vergessen ist auch der Holunder mit seiner mütterlichen, beschützenden und fürsorglichen Heilkraft.

Manchmal reicht es jedoch nicht, dass wir uns selber umsorgen. Dann brauchen wir Unterstützung von aussen, von einer liebevolle Person oder durch eine Therapie. Dann müssen wir immer wieder in der Realität spüren, wie es sich anfühlt, von einem Menschen achtsam verstanden und liebevoll umsorgt zu werden.


Wir stellen unsere eigene Baumessenz her:

·  Blätter, Blüten und Früchte von unserem ausgewählten Baum sammeln, gut säubern zerkleinern  und abtrocknen.  Anschliessend  alles  in ein verschraubbares Glas geben, mit hochprozentigem, gutem Alkohol überdecken (z.B. Korn, Wodka etc.) und ca. drei Wochen lang an einem warmen Ort mazerieren. Nach ca. 3 Wochen alles abseihen evtl. mit einigen Tropfen reinen ätherischen Ölen ergänzen und in schöne abgekochte Gläser füllen.

  • Eine andere Variante wäre; eine kleine Flasche mit reinem sauberen Wasser gefüllt auf eine Astgabelung des entsprechenden Baumes zu stellen (evtl. mit einem losen Band fixieren) und wärend 24 Std. "aufladen" lassen. Danach einen "Schluck" hochprozentigen Alkohol oder Essig dazugeben und mit Ätherischen Ölen (lasst euch einfach inspirieren, z.B. Zitrone, Lavendel, Geranie, Minze, Nadelhölzer, Weihrauch etc.) verfeinern.

·         Welcher Baum ist für uns geeignet?

·  Die Esche steht in der Enertree-Baumheilkunde für Fülle, Reichtum und Wertschätzung des eigenen Lebens.  Auch für die Eigenverantwortung und Erhöhung der ganzen Lebensenergie.                                                           -  Sie hilft uns jedoch auch bei , Mangelbewusstsein, Fremdbestimmung oder wenn wir uns Wertlos fühlen, in alten Mustern gefangen oder vom äusseren Reichtum abhängig sind. 


·  Die Kastanie steht für Lebensfreude, Dankbarkeit und die Kostbarkeit des Augenblicks.                                                                                                                                              - Sie hilft uns auch bei, Frustration, Forderung ohne Dank, Leben im Gestern und Morgen sein, im Leistungsdruck und Perfektionsansprüchen verhaftet sein und wenn uns Glaubensmuster und Moralvorstellungen blockieren.

·         Die Eiche steht für Weisheit, Gerechtigkeit, Herzenskraft, Erfahrungen und Lebensbejahung.                                                                                                              - Sie hilft uns auch bei Ungerechtigkeit, Gleichgültigkeit, Zeitdruck, Unentschlossenheit, wenn wir mit dem Schicksal hadern und andere richten sowie urteilen.
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·         Die Ulme steht für, Kommunikation, Kreativität, Lebensfluss/Bewegung, Offenheit/Spontaneität und unser inneres Kind.                                                                                                                             - Sie hilft uns auch bei Lebensblockaden, Verschlossenheit, Programmierung, Röhrenblick und wenn wir an altem festhalten und andere kopieren.

Geniessen wir doch "im Hier und Jetzt"  mit Körper, Geist und Seele, die Fülle der Natur, die Heilkraft der Sonne und die lauen milden Nächte... und schauen mit Gelassenheit und Würde dem Leben entgegen.



Herzlichst eure Silvia



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Dienstag, 26. April 2022

Beltane, das zweite Mondfest im keltischen Jahreskreiszyklus


Beltane, auch "Walpurgisnacht" wird traditionell in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert und ist eines der bekanntesten Jahreskreisfeste unserer keltischen Vorfahren.
Früher wurde dieses Mondfest in der 5.Vollmondnacht des Jahres, Anfangs Mai, als Frühsommerfest gefeiert.
Es ist die Zeit der Fruchtbarkeit und der Leidenschaft. Dieses Fest ist wieder des weiblichen Aspektes unseres Lebens gewidmet, der tiefen Gefühle und der Sinnlichkeit.
 Alles Leben auf der Erde wächst nun, gedeiht und entfaltet sich explosionsartig.
In diese Zeit erwacht das Feuer der Gefühle und der Lebensfreude in uns und in der Natur.
Wenn wir nun der Analogie des Samenkorns oder unseres Vorhabens, welches wir am Anfang zu Imbolg gesäht hatten, weiter folgen wollen, geben wir nun zu unserer Tatkraft (welche bei der Tag und Nachtgleiche durch die Sonnenkraft erwachte), noch die Gefühlskraft hinzu.
 Diese Kraft haucht nun unserem Vorhaben sozusagen den vollständigen Lebensgeist ein.
 Wir gehen mit unserem Vorsatz durchs Feuer.


 Ursprünglich feierten die Kelten in dieser Nacht die heilige Hochzeit der Fruchtbarkeitsgöttin Epona oder Belisana die Licht-oder Mondgöttin und des Naturgottes Cernunnos oder Belenos, der Leuchtende- oder Sonnengott, welche für die Fruchtbarkeit und das Weitergeben des Lebens standen. In früheren Zeiten war das Beltanefest auch ein Fest der Brautschau und der Hochzeit. Damals waren es die Frauen, welche sich den geeigneten Mann, für ihre zukünftigen Kinder, aussuchten. Wenn sich ein Paar gefunden hatte, lebten sie 1 Jahr lang "auf Probe" zusammen. Nach einem Jahr entschieden nun die Frauen, ob sie mit ihrem "Auserwählten" zusammen ihr Leben verbringen und mit ihm ihre Kinder aufziehen wollten. Das Besiegeln dieser Zusammenkunft war, dass sie gemeinsam übers Feuer sprangen, bezeugt vom Lichtkönig und der Lichtkönigin.


Daher kommt auch der Ausdruck" mit jemandem/etwas durchs Feuer gehen".
Es wurde ein grosses Feuer angezündet und zusätzlich einen Baumstamm, meistens eine Birke oder Tanne, daneben aufgestellt, welcher mit bunten Bändern und Blumen geschmückt wurde. Um ihn herum wurde die ganze Nacht getanzt, gefeiert und gelacht. Noch heute kennen vielen Länder die Bräuche des Maibaums.
Bei den Mondfesten, sind der Überlieferung nach, die Zauberkräfte besonders stark.
Auch die Schichten zwischen den Welten sind jeweils besonders dünn und durchlässig. Daher können wir, mit Hilfe von Trancereisen und sogenannten " Andersweltreisen", besonders leicht Kontakt mit Pflanzen, Tieren, Steinen und Elementen und ihren geistigen Wesen aufnehmen, oder ihre Botschaften für unser Leben erhalten.

Ein wichtiger Höhepunkt des Festes war das Orakel oder die Prophezeiung, welches von der hohen Priesterin durchgeführt wurde und in der keltischen Gemeinschaft ein sehr grosses Ansehen genoss. Besonders wichtig war die Prognose ihrer kommenden Ernte, da in dieser Zeit alles davon abhing, wie sie das Überleben für die Winterzeit sichern konnten.

Ein wunderschönes Ritual für das Beltanefest, welches wir jetzt durchführen können, ist die Schamanische Krafttierreise. Dieses Ritual verbindet uns besonders kraftvoll mit der Mutter Erde und unserer tiefsten Seelenkraft.

Wir sind immer mit unserem persönlichen Krafttier verbunden, nur nehmen wir es meisten gar nicht richtig wahr.

Jedes Krafttier hat seine ganz spezifische Charaktereigenschaft, welche wir in unserem Leben verkörpern. Wenn wir nun in einer Schamanischen Reise unser Krafttier holen, verbinden wir uns bewusst mit unserer tiefsten Seelenkraft und sind im Einklang mit der Mutter Erde....

wir sind im Puls des Lebens.

Ich wünsche euch ein kraftvolles, besinnliches Beltanefest mit viel Feuerkraft und Lebensfreude

Herzlichst eure Silvia


Lughnasad...das Keltische Jahreskreisfest um den 30. Juli

Lugnasad das Keltische Jahreskreisfest um den 1. August Jetzt wird wieder gefeiert…. ....das Fest des reifen Sommers, der Hitze und des Ernt...