Schön, dass du meine Seite gefunden hast.

Verweile, lass dich inspirieren....... und es würde mich freuen, von dir zu hören.

sbaumann48@gmail.com






Freitag, 31. Juli 2020

Lugnasadh...das Keltische Jahreskreisfest um den 1. August

 Heute feiern wir wieder ein Mond-Fest...
 
 
....das Fest des reifen Sommers, der Hitze und des Erntens und der Kräuterweihe.

Es ist die Zeit in dem die Sonne ihren höchsten Stand schon wieder verlassen hat und die Mondenergie liegt in der abnehmenden Phase. Wir spüren langsam die zerstörerische Kraft der Sonne..die andere Seite der Medaille.
 


 Lugnasadh ist das Fest des Lugh, der Keltische Gott des Lichtschwertes. Er ist der Sohn der grossen, weisen Erdgöttin Taillte...die wahrscheinlich älteste Erdgöttin aller Göttinnen. Sie ist die Hüterin des Ackerbaus und der heiligen (heilsamen) Kräuter. Sein Vater war der Gott der Unterwelt, Balor, ein Fomore (das Volk das aus der Dürre und des Todes kam). Doch Taillte machte die Erde von der Dürre wieder fruchtbar. Sie verausgabte sich aber so sehr dafür, dass sie daran früh starb. Lugh, der aus dem Dunkeln (Erdentiefe) kommt und im Licht aufwuchs, ist hier Sinnbild für das Zusammenwirken von der Erdenmutter und dem Licht. Der Samen, der in der dunklen Erde keimt und dann dem Licht entgegen wächst.

das Fest Lugnasadh ist die Ehrung Lughs an seine verstorbene Mutter. Er veranstaltete zu ihren Ehren ein fröhliches Fest, das eine Art "Verschnaufspause" während der Erntezeit symbolisieren sollte. Sie brachten Opfergaben (besonders Ähren und Kräuter) dem Feuer um die Elemente milde zu stimmen, hielten friedliche Wettkämpe ab und tanzten zu fröhlicher Musik (Lugh war unter anderem auch ein hervorragender Barde).
 

In der Zeit des Kräuterweihe-oder Schnitter-Fest erinnerte die Erdgöttin daran, die Sichel weise zu führen und die Ernte überlegt zu schneiden...ernten wir zu früh, hat sie noch wenig Nährstoffe und ist "verwässert"...ernten wir jedoch zu spät, sind die Heilkräfte zerstört und ausgelaugt.

Da die Getreide- und Ackerernte noch nicht vollständig eingebracht war, wurde für günstiges Wetter und das Einbringen der noch bevorstehenden Ernte gebetet.
Hier wurden auch besonders die Heilkräuter der weisen Frauen geweiht, verarbeitet und für Räucherzwecke genutzt.
 

Was heisst das für unseren Alltag konkret? ...Jetzt ist die Zeit reif zu Ernten. Alles was zu unserem Wohl und für unser Leben gut und heilsam herangewachsen ist, steht jetzt zum Nutzen bereit.  Es ist auch Zeit der Entscheidung und des Trennens...von alten Zöpfen, überholten Wertvorstellungen oder Beziehungen (verdorbenen, ungeniessbaren Früchten).
Wir überlegen uns; was haben wir gesät?...was ist für uns gut oder was müssen wir wieder los lassen...der Mutter Erde zurück geben.
Taillte ist eine weise Schnitterin, sie lehrt uns, uns abzugrenzen und uns entschieden für unser eigenes Wohl und das Wohl unserer Früchte zu Entscheiden und zu Handeln. Manchmal müssen wir auch gezielt trennen, abschneiden und beenden, was nicht mehr gut für uns ist. Sie zeigt uns klar, wie wir mit ihrer Hilfe und der Hilfe des Lichtgottes Lugh, unser Lichtschwert einsetzten können um uns und unsere Frucht zu schützen und wenn nötig zu verteidigen.
 

Daillte ist der Archetyp einer ehrfurchtgebietenden, grenzen setzenden und verantwortungsbewussten Königin, welche machtvoll, ordnend und selbstbewusst ihr Reich regiert (denn sie weiss, dass sie zugrunde ging als sie sich verausgabte).

In unserem Leben brauchen wir Abgrenzung, Entschiedenheit und Klarheit um gesund zu bleiben und damit wir wiederum unsere Früchte (auch unsere geistigen Früchte, unsere Ideen z.B.) schützen und hegen können. Es heisst aber auch, dass wir uns endgültig von schlechten Dingen trennen sollten und dass wir sogar zerstörerisch und unnachgiebig sein müssen, wenn unsere Sicherheit und unsere Gesundheit...ja sogar unser Leben gefährdet ist.
 

An diesem Jahreskreis-Ritual machen wir uns Gedanken über unsere Früchte, welche wir einst gesät hatten. Welche sind uns gut herangereift, welche sind für uns "essbar" und welche sind verdorben oder ungeniessbar. Dabei gehen wir mit einer Meditation in die unterbewusste Tiefe und erfragen die weise Urmutter Daillte um ihren Rat.

Wir fertigen uns einen Medizin-Beutel an und weihen ihn. Wir bauen uns einen Schutzkreis auf und nehmen ihn mit in die reale Wirklichkeit. Wir ersinnen uns, was wir in den Medizinbeutel hinein geben können....Kräuter, Steine, Muscheln oder für uns bedeutende Gegenstände.

Wir Ziehen Orakelkarten und geniessen selbst gebackenes Brot mit Olivenöl und verschiedenen Tips (was die Ernte so alles hergibt)...dazu trinken wir Apfelbowle, selbstverständlich ohne Alkohol (damit unsere geschärften Sinne nicht "vernebeln")

Zum Schluss geben wir getrocknete Ähren und Brotkrumen ins Feuer und danken den guten Kräften und Wesen für ihre wohlwollende Unterstützung und Hilfe....und wer weiss, vielleicht huscht da oder dort eine Elfe oder ein Naturwesen vorbei...!

Nun wünsche ich euch eine erfolgreiche und weise Kräuterweihe

Eure Silvia




Sonntag, 21. Juni 2020

Willkommen zur Sommer-Sonnwende...zur Fülle und das Genährt werden



Fülle, Reifung, Lebendigkeit, Lebensenergie und Ernte...das sind die zentralen Themen in der Zeit der Sommer-Sonnenwende.

Das Licht, unsere Sonne, hat nun die stärkst Kraft erreicht und steht nun, in unseren Breitengraden, am höchsten Punkt des Firmaments. Der Licht-Keim, der in der Wintersonnwende gesetzt wurde, ist jetzt voll ausgereift und erwachsen geworden.


Obwohl wir erst begonnen haben, die Sonne und ihre Wärme zu geniessen,  nehmen sie schon bald und stetig wieder ab.  Gerade jetzt können wir besonders eindrücklich den immerwährenden Kreislauf von "Werden, Sein und Gehen" beobachten.

Besonders bei uns merken wir sehr gut, wie die die Elementarkräfte der Natur unterschiedlich wirken. Wie fühlen wir uns jetzt, wie war es in der Winter- Sonnwende?

Wir sind jetzt in der Zeit der grossen" Muttergöttinnen". Sie stehen für Mütterlichkeit, Nahrung und Schutz. Aber auch feurige Energie, Fülle, Liebe und Reichtum sind ihnen zugeteilt.

Wir können jetzt Ernten, was wir gesät haben und die Früchte geniessen.

In Irland wurde die Sonnengöttin "Aine", welche die Gestalt einer roten Stute annehmen konnte,  besonders in der Sommer-Sonnwende verehrt.  Damals zogen die Leute mit lodernden Fackeln durch die Felder und baten sie um Schutz und Fruchtbarkeit für Ernte und Vieh.

Auch die grosse Muttergöttin Freya, oder Frigg, wurde an vielen Orten gefeiert und verehrt.  Sie war eine der führenden "Matririarchinnen" und eine der herrschenden Stammesmütter in Nordeuropa.

Sie waren umsorgende, nährende und liebende Göttinnen, welche aber auch freizügig und selbstbewusst ihre Liebe lebten.

Immer wieder werden wir in den Jahres-Eckpunkten mit den spezifischen Themen der Gezeiten konfrontiert. Besonders jene Themen, welche wir noch nicht verarbeitet haben, oder solche, welche uns das ganze Leben lang beschäftigen.

·  Wir können uns fragen, wie  fürsorglich wir auf uns selber achten können. Gelingt es uns, unsere Bedürfnisse und Wünsche zu hegen und zu pflegen. Nehmen wir uns genügend Raum und Zeit, um uns wohl und gesund zu fühlen?

·   Achten wir auch auf  unser inneres Kind, können wir uns eine gute Mutter sein, tröstend nährend und beschützend?

·  Übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Handeln und unser Tun, oder erwarten wir von anderen, von der Gesellschaft, das, was wir selber übernehmen sollten?

·  Erwarten wir insgeheim von unseren nächsten Mitmenschen, dass sie  uns liebevoll umsorgen und unsere alten Wunden heilen, welche wir von unseren Eltern gewünscht hätten?

All diese Themen können uns besonders in dieser Zeit vermehrt beschäftigen.

Erkennen wir, dass wir nur in unserem  Innersten nach den Mängeln, Sehnsüchten und Begrenzungen suchen können, um echte Heilung zu bekommen,  sind wir in der Lage unsere tiefsten Wünsche und kindlichen  Bedürfnisse anzunehmen, um unbeschwert das Leben zu geniessen.

In der Stille der Meditation oder im Zwiegespräch mit der Natur, beim Tanzen mit wiegenden Klängen und Trommelrhythmen, können wir uns selber liebevoll und geduldig geben, was wir brauchen.

Auch die  starken Heilkräfte der Bäume können wir zur Hilfe nehmen um viele verborgene dunkle Energien zu versöhnen und aufzulösen.

Die Esche und die Kastanie, die Eiche und die Ulme sind ausgesprochene Helfer in dieser Zeit.  Nicht zu vergessen ist auch der Holunder mit seiner mütterlichen, beschützenden und fürsorglichen Heilkraft.

Manchmal reicht es jedoch nicht, dass wir uns selber umsorgen. Dann brauchen wir Unterstützung von aussen, von einer liebevolle Person oder durch eine Therapie. Dann müssen wir immer wieder in der Realität spüren, wie es sich anfühlt, von einem Menschen achtsam verstanden und liebevoll umsorgt zu werden.


Wir stellen unsere eigene Baumessenz her:

·  Blätter, Blüten und Früchte von unserem ausgewählten Baum sammeln, gut säubern zerkleinern  und abtrocknen.  Anschliessend  alles  in ein verschraubbares Glas geben, mit hochprozentigem, gutem Alkohol überdecken (z.B. Korn, Wodka etc.) und ca. drei Wochen lang an einem warmen Ort mazerieren. Nach ca. 3 Wochen alles abseihen evtl. mit einigen Tropfen reinen ätherischen Ölen ergänzen und in schöne abgekochte Gläser füllen.

  • Eine andere Variante wäre; eine kleine Flasche mit reinem sauberen Wasser gefüllt auf eine Astgabelung des entsprechenden Baumes zu stellen (evtl. mit einem losen Band fixieren) und wärend 24 Std. "aufladen" lassen. Danach einen "Schluck" hochprozentigen Alkohol oder Essig dazugeben und mit Ätherischen Ölen (lasst euch einfach inspirieren, z.B. Zitrone, Lavendel, Geranie, Minze, Nadelhölzer, Weihrauch etc.) verfeinern.

·         Welcher Baum ist für uns geeignet?

·  Die Esche steht in der Enertree-Baumheilkunde für Fülle, Reichtum und Wertschätzung des eigenen Lebens.  Auch für die Eigenverantwortung und Erhöhung der ganzen Lebensenergie.                                                           -  Sie hilft uns jedoch auch bei , Mangelbewusstsein, Fremdbestimmung oder wenn wir uns Wertlos fühlen, in alten Mustern gefangen oder vom äusseren Reichtum abhängig sind


·  Die Kastanie steht für Lebensfreude, Dankbarkeit und die Kostbarkeit des Augenblicks                                                                                                                                             - Sie hilft uns auch bei, Frustration, Forderung ohne Dank, Leben im Gestern und Morgen sein, im Leistungsdruck und Perfektionsansprüchen verhaftet sein und wenn uns Glaubensmuster und Moralvorstellungen blockieren.

·         Die Eiche steht für Weisheit, Gerechtigkeit, Herzenskraft, Erfahrungen und Lebensbejahung.                                                                                                              - Sie hilft uns auch bei Ungerechtigkeit, Gleichgültigkeit, Zeitdruck, Unentschlossenheit, wenn wir mit dem Schicksal hadern und andere richten sowie urteilen.
´

·         Die Ulme steht für, Kommunikation, Kreativität, Lebensfluss/Bewegung, Offenheit/Spontaneität und unser inneres Kind.                                                                                                                             - Sie hilft uns auch bei Lebensblockaden, Verschlossenheit, Programmierung, Röhrenblick und wenn wir an altem festhalten und andere kopieren.

Geniessen wir doch "im Hier und Jetzt"  mit Körper, Geist und Seele, die Fülle der Natur, die Heilkraft der Sonne und die lauen milden Nächte... und schauen mit Gelassenheit und Würde dem Leben entgegen.



Herzlichst eure Silvia



.