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Mittwoch, 22. September 2021

Keltisches Jahreszeitenfest der Herbst Tag-und- Nachtgleiche steht vor der Tür



Heute, am 22. September  erleben wir wieder einmal eine wunderbare Herbst-Tag-und Nachtgleiche.  
Die lichtvolle Jahreshälfte steht der dunkeln genau gegenüber Doch anders als im Frühling, gehen wir nun der dunkleren Jahreszeit entgegen und nehmen Abschied vom Sommer, von der Wärme, vom Licht und der fruchtbaren Zeit.

In diesem Jahr führen wir, in der Gruppe, das Keltische Jahreszeitenritual am Freitag, 24. September durch. 
Wir halten inne, geniessen nochmals die herrliche Fülle unserer grossen Mutter Natur und schöpfen aus dem Wissen und der Weisheit unserer Vorfahren. Denn schon seit Jahrhunderten feierten sie dieses Sonnenfest als Erntedank und hielten tiefgreifende Rituale ab. 

Das Erntedankfest steht oft mit den grossen Erd-und Muttergöttinnen in Verbindung, welche vor allem für Wohlstand, Reichtum und Fülle angerufen wurde. Z.B. Rosmerta, Demeter, Innana, Cres und Pachamama etc. Oft zeigte sie sich mit einem überfliessenden Füllhorn, mit Opferschale und manchmal auch mit einem Heroldsstab (Heilstab). Rosmerta ist eine nährende und aufbauende Göttin, welche uns lehrt unseren innerer und äusseren  Reichtum im Fluss zu halten. Oder uns aufzeigt, wie wir unsere materiellen Güter vermehren oder anlegen können, damit wir davon gut leben können. Viele Erdgöttinnen werden auch als Paar (Mutter und Tochter, Ehefrau und Ehemann oder Schwestern) dargestellt. Je nach Mythos werden sie in die Unterwelt entführt oder festgehalten und dürfen dann, nach geschickten Verhandlungen jeweils wieder für ein halbes Jahr in die Oberwelt zurück. 
Z.B. Die Schwestern Innana die "Lichtvolle" und Ereskigal die "Dunkle": Innana hört ihre Schwester in der Unterwelt über den Tod ihres Mannes laut wehklagen. Sie beschliesst, ohne ihre Insignien und völlig nackt, zu Ereskigal hinabzusteigen. Doch blind vor Trauer und Wut tötet Ereskigal ihre Schwester mit einem Blick. Innuna wird dadurch in die Unterwelt verbannt. Innuna jedoch hat weise Vorgesorgt. Sie beauftragte zwei kleine Fliegen, um sie zu retten, falls ihr etwas zustösse. Da die Fliegen sehr klein waren, kamen sie unbemerkt in die Unterwelt. Sie hörten der trauernden und leidenden Ereskigal anteilnehmend zu und besänftigten sie so sehr, dass sie ihnen einen Wunsch gewährte. Die Fliegen wünschten sich die Freilassung von Innuna. Ereskigal gewähret ihnen 
 diesen Wunsch, mit der Bedingung, dass sie ihr einen Ersatz schicken müsse. Als Innuna wieder auf die Erde zurück kam, sieht sie, dass alle um sie trauerten, mit der Ausgenahme ihres Ehemanns. Voller Wut schickte sie ihn in die Unterwelt. Sein Schicksal wurde jedoch von seiner Schwester gemildert, die freiwillig für ihn ein halbes Jahr in die Unterwelt ging. 
Diese Geschichten symbolisieren das Lichtes und die Kräfte, welche sich in die Erde zurückziehen und erst nach einem halben Jahr wieder zurück kommen.


Die Herbst-Tag-und Nachtgleiche ist auch die Zeit der Dankbarkeit und der Rückschau!

Wir fragen uns:
  • Was konnte ich wirklich ernten oder nutzen? 
  • Wie sieht meine Vorratskammer aus?
  • Wie habe ich persönlich meine Wünsche und Ideen umgesetzt oder wahrgenommen?
  • Welche neuen und "wundersamen" Fügungen hatten sich auch noch ergeben? 
  • Wie wurde ich vom "Leben" beschenkt und welche Menschen sind mir in diesem Jahr beigestanden, haben mir Zuwendung geschenkt oder unterstützt?
  •  Welche neuen Erfahrungen durfte ich in diesem Jahr machen und wo wurde ich inspiriert?
  • Aber auch, wie gehe ich mit meinen vermeintlichen Niederlagen und Fehlern um?
  • Sind es überhaupt Niederlagen, oder hat sich etwas Besseres, Neues ergeben?
Wir machen uns Gedanken über alles Gute, das wir erschaffen haben, auch was uns " zugefallen" und geschickt wurde und sind dankbar für die vielen "Früchte  des Lebens". Dann lassen wir bewusst alles los, was uns nicht mehr gut tut oder was uns auf unserem Lebensweg nur noch behindert.


Nun heisst es auch, uns für die kalte, dunkle Jahreszeit vorzubereiten, wir legen uns symbolisch "ein dickes Fell zu".

In dieser Zeit, der Zeit der dunklen Jahreshälfte, richten sich die Kräfte mehr und mehr nach Innen, wobei wir unweigerlich auch unsere tieferen Gefilde berühren. Deshalb ist es sehr Wichtig, unsere innere Sonne zu stärken und zu erhalten.


Aber wie setzen wir es im Alltag um?
 
Wir gehen an einen schönen, ruhigen Ort und lassen uns das vergangene halbe Jahr nochmals durch den Kopf gehen; wie sieht es aus mit unserer Energie oder mit unserem Energiekonto vom Geben und Nehmen...wie sehen unsere materiellen Güter aus...wie ist unser Freundeskreis oder unser unmittelbares Umfeld...können wir uns regelmässig auftanken und Energie schöpfen - uns entfalten?
In der dunklen hälfte des Jahres brauchen wir unsere Kraft- und -Energiereserven, welche wir in den lichtvollen Zeiten gesammelt haben. Für diese Reserven benötigen wir vor allem innere Ruheräume, Oasen der Stille und einen konstanten Lebensrhythmus um immer wieder die kraftvolle Erdenergie - unserer Mutter Erde - und die kosmische Lichtenergie - unsere Schöpferkraft  - zu erneuern.
 
 
* Unseren Lebensrhythmus können wir effizient stärken, in dem wir uns einen regelmässigen Tagesablauf, mit Essen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten und Pausen, erschaffen ( ideal sind, 2/3  regelmassige Wiederholungen, 1/3 spontane Aktionen).
 Für uns Frauen ist es sehr wirksam, wenn wir dem Mondzyklus folgen und in kleinen Ritualen diese tiefe weibliche Energie in uns aufnehmen.
* Innere Ruheräume erschaffen wir, wenn wir zwischendurch mal tief durchatmen können und 5 Minuten lang etwas schönes betrachten z.B. eine Blume/Pflanze, einem Tier zuschauen oder einmal nichts tun und sich intensiv wahrnehmen.
* Oasen der Stille finden wir, in kleinen Meditationen und kurzen Spaziergängen in der Natur, in dem wir den Naturtönen lauschen, die Luft um uns spüren und den Duft in uns aufnehmen.
* Hilfreiche Bäume als Kraftquelle sind:
Die Föhre, bringt unser inneres Licht zum leuchten und stärkt unseren persönlichen Ausdruck und Selbstwert.
Die Buche, schenkt uns Ruhe und Gelassenheit und öffnet unsere feinstofflichen Sinne für unseren inneren Raum und die Weite des Universums.
Die Olive, schenkt uns Fülle, Reichtum und Frieden. Sie erlöst uns von inneren Mangeldenken und Ängsten.
Die Quitte, vermittelt uns eine harmonische, fröhliche Stimmung und stärkt unsere Widerstandskraft und unser Immunsystem.
Der Holunder, der "magische" Baum der Drei-Einheit der grossen Muttergöttin (weisse Blüte-werden, rote Beere-sein, schwarze Beeren-gehen), schützt uns vor schlechten Energien und dient als Grenzhüterin zwischen den Welten. Er schenkt uns Widerstandskraft und Gesundheit. 
  

Wenn es uns in der Winterzeit gelingt, diesem Rhythmus der Stille und der Einkehr zu folgen, sind wir tatsächlich in der Lage uns tief zu regenerieren um wieder ganz neue Kräfte zu sammeln.


Noch ein wunderschönes Ritual  zum "Annehmen, Danken und Loslassen":
Am schönsten ist es, wenn wir dieses Ritual mit mehreren Leuten durchführen können, aber natürlich geht es auch für sich alleine.

nach einer Klangvollen Meditation, zu einem wunderbaren Kraftort, dort wo Fülle und Überfluss der Natur herrscht, begegnen wir unserer Muttergöttin und lassen uns von ihr unsere Vorratskammern, unser gesunden Beziehungsnetze und unsere glücklichen "Fügungen" zeigen, welche sich im laufe dieses Jahres ergeben haben.
Anschliessend führt sie uns an eine Heilquelle, wo wir von allen veralteten, hinderlichen und kräfteraubenden Mustern, Einstellungen und Energien gereinigt und befreit werden. 
 
Danach nehmen wir ein Stück Apfel (mit Kernen) und essen diese wunderbare Frucht unserer Mutter Erde als Symbol von Avalon, der Frucht der "Anderswelt" und denken dankbar an alle wunderbaren , Gaben die in diesem Jahr zu uns gekommen sind. Anschliessend geben wir die Kernen in eine Schale mit klarem Wasser und reichen sie durch die Runde. Nun geben wir alles ins Wasser hinein, in dem wir mit einem einzigen Wort alle Gaben benennen( z.B. Liebe, Freude, Transformation usw.).
Diese Schale stellen wir in die Mitte des Kreises.

Als nächstes nehmen wir einen Zettel zur Hand und schreiben alles auf, was uns jetzt nicht mehr dient, hinderlich oder schwächend ist. Darauf ziehen wir einen Baum aus den ENERTREE-Baumessenzen, stärken uns mit seinen Kräften, geben einen Tropfen auf den Zettel und verbrennen ihn in der Feuerschale

Zum Schluss nehmen wir uns, im Kreis um das Feuer, an der Hand ( die linke Hand ist gebend  (Handfläche nach unten) und die rechte Hand nehmend (Handfläche nach oben) und atmen tief ein, lassen dabei die Erdenergie über unsere Fusssohlen in den ganzen Körper fliessen und beim ausatmen lassen wir das kosmische Licht vom Scheitel durch uns durch wieder hinab über unsere Füsse in die Erde strömen.

Die Wasserschale bleibt den ganzen Abend in der Mitte und wird am Ende des Festes mit Liebe und Dankbarkeit einem Baum übergeben.

 
 
Von Herzen wünsche ich euch eine schöne und tiefgreifende Herbstzeit.
 
Eure Silvia
 
 
 
 
 
 

 

 

 


Dienstag, 27. Juli 2021

Lughnasad...das Keltische Jahreskreisfest um den 30. Juli

 Am Freitag feiern wir wieder ein Mond-Fest...
 
 
....das Fest des reifen Sommers, der Hitze, der „ Schnitterinnen“ und mancher Orts der Kräuterweihe, wobei die Kräuterweihe meistens am 15. August zu Maria Himmelfahrt gefeiert wird.

Es ist die Zeit in dem die Sonne ihren höchsten Stand schon wieder verlassen hat und die Mondenergie liegt in der abnehmenden Phase, welche die Sichel der Getreide-Ernterinnen symbolisiert. 
Wir spüren langsam die zerstörerische Kraft der Sonne..die andere Seite der Medaille.
 


 Lughnasad ist das Fest des Lugh, der Keltische Gott des Lichtschwertes. Er ist der Sohn der grossen, weisen Erdgöttin Taillte...die wahrscheinlich älteste Erdgöttin aller Göttinnen. Sie ist die Hüterin des Ackerbaus und der heiligen (heilsamen) Kräuter. Sein Vater war der Gott der Unterwelt, Balor, ein Fomore (das Volk das aus der Dürre und des Todes kam). Doch Taillte machte die Erde von der Dürre wieder fruchtbar. Sie verausgabte sich aber so sehr dafür, dass sie daran früh starb. Lugh, der aus dem Dunkeln (Erdentiefe) kommt und im Licht aufwuchs, ist hier Sinnbild für das Zusammenwirken von der Erdenmutter und dem Licht. Der Samen, der in der dunklen Erde keimt und dann dem Licht entgegen wächst.

das Fest Lughnasad ist die Ehrung Lughs an seine verstorbene Mutter. Er veranstaltete zu ihren Ehren ein fröhliches Fest, das eine Art "Verschnaufspause" während der Erntezeit symbolisieren sollte. Sie brachten Opfergaben (besonders Ähren und Kräuter) dem Feuer um die Elemente milde zu stimmen, hielten friedliche Wettkämpe ab und tanzten zu fröhlicher Musik (Lugh war unter anderem auch ein hervorragender Barde).
 

In der Zeit des Kräuterweihe-oder Schnitter-Fest erinnerte die Erdgöttin daran, die Sichel weise zu führen und die Ernte überlegt zu schneiden...ernten wir zu früh, hat sie noch wenig Nährstoffe und ist "verwässert"...ernten wir jedoch zu spät, sind die Heilkräfte zerstört und ausgelaugt.

Da die Getreide- und Ackerernte noch nicht vollständig eingebracht war, wurde für günstiges Wetter und das Einbringen der noch bevorstehenden Ernte gebetet.
Hier wurden auch besonders die Heilkräuter der weisen Frauen geweiht, verarbeitet und für Räucherzwecke genutzt.
 

Was heisst das für unseren Alltag konkret? ...Jetzt ist die Zeit reif um zu Ernten. 

Alles was zu unserem Wohl und für unser Leben gut und heilsam herangewachsen ist, steht uns jetzt zur Verfügung, um uns zu nähren und unsere inneren Speicher aufzufüllen. Die äussere materielle Fülle, die wir erschaffen haben, darf  sich nun zu einem "inneres Erfüllt werden" wandeln. 
Die Natur ist bereit alles herzugeben was sie hat, um langsam wieder zu sterben und sich in die Tiefe der Erde zurückziehen.  

Die Hochsommerzeit ist auch eine Zeit der Entscheidung und des Trennens...von alten Zöpfen, überholten Wertvorstellungen oder Beziehungen (verdorbenen, ungeniessbaren Früchten).
Wir überlegen uns; was haben wir gesät?...was ist für uns gut oder was müssen wir wieder los lassen...der Mutter Erde zurück geben. Welche Samen haben wir vergessen oder vernachlässigt und sind verkümmert. Auch diese dürfen wir wieder unserer Urmutter Erde zurückgeben um daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Vielleicht sind sogar wunderschöne Wildblumen ganz von selbst gewachsen, ohne unser Zutun. Können wir sie wahrnehmen und wertschätzen? Sind sie vielleicht gekommen, weil es Zeit ist sie zu Pflücken und unsere Seele zu nähren?
Schaut ganz genau hin, was in eurem Gärtchen herangewachsen und gedeiht ist.

Taillte ist eine weise Schnitterin, sie lehrt uns, uns abzugrenzen und uns entschieden für unser eigenes Wohl und das Wohl unserer Früchte zu Entscheiden und zu Handeln. Manchmal müssen wir auch gezielt trennen, abschneiden und beenden, was nicht mehr gut für uns ist. Sie zeigt uns klar, wie wir mit ihrer Hilfe und der Hilfe des Lichtgottes Lugh, unser Lichtschwert einsetzten können um uns und unsere Frucht zu schützen und wenn nötig zu verteidigen.
 

Daillte ist der Archetyp einer ehrfurchtgebietenden, grenzen setzenden und verantwortungsbewussten Königin, welche machtvoll, ordnend und selbstbewusst ihr Reich regiert (denn sie weiss, dass sie zugrunde ging als sie sich verausgabte).

In unserem Leben brauchen wir Abgrenzung, Entschiedenheit und Klarheit um gesund zu bleiben und damit wir wiederum unsere Früchte (auch unsere geistigen Früchte, unsere Ideen z.B.) schützen und hegen können. Es heisst aber auch, dass wir uns endgültig von schlechten Dingen trennen sollten und dass wir sogar zerstörerisch und unnachgiebig sein müssen, wenn unsere Sicherheit und unsere Gesundheit...ja sogar unser Leben gefährdet ist.
 

An diesem Jahreskreis-Ritual machen wir uns Gedanken über unsere Früchte, welche wir einst gesät hatten. Welche sind uns gut herangereift, welche sind für uns "essbar" und welche sind verdorben oder ungeniessbar. Dabei gehen wir mit einer Meditation in die unterbewusste Tiefe und erfragen die weise Urmutter Daillte um ihren Rat.

Wir fertigen uns einen Medizin-Beutel an und weihen ihn. Wir bauen uns einen Schutzkreis auf und nehmen ihn mit in die reale Wirklichkeit. Wir ersinnen uns, was wir in den Medizinbeutel hinein geben können....Kräuter, Steine, Muscheln oder für uns bedeutende Gegenstände.

Wir Ziehen Orakelkarten und geniessen selbst gebackenes Brot mit Olivenöl und was  sonst noch die Ernte so alles hergibt ;-) ...dazu trinken wir Apfelbowle, selbstverständlich ohne Alkohol (damit unsere geschärften Sinne nicht "vernebeln")


Zum Schluss geben wir getrocknete Ähren und Brotkrumen ins Feuer und danken den guten Kräften und Wesen für ihre wohlwollende Unterstützung und Hilfe....und wer weiss, vielleicht huscht da oder dort eine Elfe oder ein Naturwesen vorbei...!

Nun wünsche ich euch eine erfolgreiche und weise Kräuterweihe

Eure Silvia