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Sonntag, 21. Juni 2020

Willkommen zur Sommer-Sonnwende...zur Fülle und das Genährt werden



Fülle, Reifung, Lebendigkeit, Lebensenergie und Ernte...das sind die zentralen Themen in der Zeit der Sommer-Sonnenwende.

Das Licht, unsere Sonne, hat nun die stärkst Kraft erreicht und steht nun, in unseren Breitengraden, am höchsten Punkt des Firmaments. Der Licht-Keim, der in der Wintersonnwende gesetzt wurde, ist jetzt voll ausgereift und erwachsen geworden.


Obwohl wir erst begonnen haben, die Sonne und ihre Wärme zu geniessen,  nehmen sie schon bald und stetig wieder ab.  Gerade jetzt können wir besonders eindrücklich den immerwährenden Kreislauf von "Werden, Sein und Gehen" beobachten.

Besonders bei uns merken wir sehr gut, wie die die Elementarkräfte der Natur unterschiedlich wirken. Wie fühlen wir uns jetzt, wie war es in der Winter- Sonnwende?

Wir sind jetzt in der Zeit der grossen" Muttergöttinnen". Sie stehen für Mütterlichkeit, Nahrung und Schutz. Aber auch feurige Energie, Fülle, Liebe und Reichtum sind ihnen zugeteilt.

Wir können jetzt Ernten, was wir gesät haben und die Früchte geniessen.

In Irland wurde die Sonnengöttin "Aine", welche die Gestalt einer roten Stute annehmen konnte,  besonders in der Sommer-Sonnwende verehrt.  Damals zogen die Leute mit lodernden Fackeln durch die Felder und baten sie um Schutz und Fruchtbarkeit für Ernte und Vieh.

Auch die grosse Muttergöttin Freya, oder Frigg, wurde an vielen Orten gefeiert und verehrt.  Sie war eine der führenden "Matririarchinnen" und eine der herrschenden Stammesmütter in Nordeuropa.

Sie waren umsorgende, nährende und liebende Göttinnen, welche aber auch freizügig und selbstbewusst ihre Liebe lebten.

Immer wieder werden wir in den Jahres-Eckpunkten mit den spezifischen Themen der Gezeiten konfrontiert. Besonders jene Themen, welche wir noch nicht verarbeitet haben, oder solche, welche uns das ganze Leben lang beschäftigen.

·  Wir können uns fragen, wie  fürsorglich wir auf uns selber achten können. Gelingt es uns, unsere Bedürfnisse und Wünsche zu hegen und zu pflegen. Nehmen wir uns genügend Raum und Zeit, um uns wohl und gesund zu fühlen?

·   Achten wir auch auf  unser inneres Kind, können wir uns eine gute Mutter sein, tröstend nährend und beschützend?

·  Übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Handeln und unser Tun, oder erwarten wir von anderen, von der Gesellschaft, das, was wir selber übernehmen sollten?

·  Erwarten wir insgeheim von unseren nächsten Mitmenschen, dass sie  uns liebevoll umsorgen und unsere alten Wunden heilen, welche wir von unseren Eltern gewünscht hätten?

All diese Themen können uns besonders in dieser Zeit vermehrt beschäftigen.

Erkennen wir, dass wir nur in unserem  Innersten nach den Mängeln, Sehnsüchten und Begrenzungen suchen können, um echte Heilung zu bekommen,  sind wir in der Lage unsere tiefsten Wünsche und kindlichen  Bedürfnisse anzunehmen, um unbeschwert das Leben zu geniessen.

In der Stille der Meditation oder im Zwiegespräch mit der Natur, beim Tanzen mit wiegenden Klängen und Trommelrhythmen, können wir uns selber liebevoll und geduldig geben, was wir brauchen.

Auch die  starken Heilkräfte der Bäume können wir zur Hilfe nehmen um viele verborgene dunkle Energien zu versöhnen und aufzulösen.

Die Esche und die Kastanie, die Eiche und die Ulme sind ausgesprochene Helfer in dieser Zeit.  Nicht zu vergessen ist auch der Holunder mit seiner mütterlichen, beschützenden und fürsorglichen Heilkraft.

Manchmal reicht es jedoch nicht, dass wir uns selber umsorgen. Dann brauchen wir Unterstützung von aussen, von einer liebevolle Person oder durch eine Therapie. Dann müssen wir immer wieder in der Realität spüren, wie es sich anfühlt, von einem Menschen achtsam verstanden und liebevoll umsorgt zu werden.


Wir stellen unsere eigene Baumessenz her:

·  Blätter, Blüten und Früchte von unserem ausgewählten Baum sammeln, gut säubern zerkleinern  und abtrocknen.  Anschliessend  alles  in ein verschraubbares Glas geben, mit hochprozentigem, gutem Alkohol überdecken (z.B. Korn, Wodka etc.) und ca. drei Wochen lang an einem warmen Ort mazerieren. Nach ca. 3 Wochen alles abseihen evtl. mit einigen Tropfen reinen ätherischen Ölen ergänzen und in schöne abgekochte Gläser füllen.

  • Eine andere Variante wäre; eine kleine Flasche mit reinem sauberen Wasser gefüllt auf eine Astgabelung des entsprechenden Baumes zu stellen (evtl. mit einem losen Band fixieren) und wärend 24 Std. "aufladen" lassen. Danach einen "Schluck" hochprozentigen Alkohol oder Essig dazugeben und mit Ätherischen Ölen (lasst euch einfach inspirieren, z.B. Zitrone, Lavendel, Geranie, Minze, Nadelhölzer, Weihrauch etc.) verfeinern.

·         Welcher Baum ist für uns geeignet?

·  Die Esche steht in der Enertree-Baumheilkunde für Fülle, Reichtum und Wertschätzung des eigenen Lebens.  Auch für die Eigenverantwortung und Erhöhung der ganzen Lebensenergie.                                                           -  Sie hilft uns jedoch auch bei , Mangelbewusstsein, Fremdbestimmung oder wenn wir uns Wertlos fühlen, in alten Mustern gefangen oder vom äusseren Reichtum abhängig sind


·  Die Kastanie steht für Lebensfreude, Dankbarkeit und die Kostbarkeit des Augenblicks                                                                                                                                             - Sie hilft uns auch bei, Frustration, Forderung ohne Dank, Leben im Gestern und Morgen sein, im Leistungsdruck und Perfektionsansprüchen verhaftet sein und wenn uns Glaubensmuster und Moralvorstellungen blockieren.

·         Die Eiche steht für Weisheit, Gerechtigkeit, Herzenskraft, Erfahrungen und Lebensbejahung.                                                                                                              - Sie hilft uns auch bei Ungerechtigkeit, Gleichgültigkeit, Zeitdruck, Unentschlossenheit, wenn wir mit dem Schicksal hadern und andere richten sowie urteilen.
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·         Die Ulme steht für, Kommunikation, Kreativität, Lebensfluss/Bewegung, Offenheit/Spontaneität und unser inneres Kind.                                                                                                                             - Sie hilft uns auch bei Lebensblockaden, Verschlossenheit, Programmierung, Röhrenblick und wenn wir an altem festhalten und andere kopieren.

Geniessen wir doch "im Hier und Jetzt"  mit Körper, Geist und Seele, die Fülle der Natur, die Heilkraft der Sonne und die lauen milden Nächte... und schauen mit Gelassenheit und Würde dem Leben entgegen.



Herzlichst eure Silvia



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Dienstag, 28. April 2020

Beltane, das zweite Mondfest im keltischen Jahreskreiszyklus


Beltane, auch "Walpurgisnacht" wird traditionell in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefeiert und ist eines der bekanntesten Jahreskreisfeste unserer keltischen Vorfahren.
Früher wurde dieses Mondfest in der 5.Vollmondnacht Anfangs Mai, als Frühsommerfest gefeiert.
Es ist die Zeit der Fruchtbarkeit und der Leidenschaft. Dieses Fest ist wieder des weiblichen Aspektes unseres Lebens gewidmet, der tiefen Gefühle und der Sinnlichkeit.
 Alles Leben auf der Erde wächst nun, gedeiht und entfaltet sich explosionsartig.
In diese Zeit erwacht das Feuer der Gefühle und der Lebensfreude in uns und in der Natur.
Wenn wir nun der Analogie des Samenkorns oder unseres Vorhabens, welches wir am Anfang zu Imbolg gesäht hatten, weiter folgen wollen, geben wir nun zu unserer Tatkraft (welche bei der Tag und Nachtgleiche durch die Sonnenkraft erwachte), noch die Gefühlskraft hinzu.
 Diese Kraft haucht nun unserem Vorhaben sozusagen den vollständigen Lebensgeist ein.
 Wir gehen mit unserem Vorsatz durchs Feuer.


 Ursprünglich feierten die Kelten in dieser Nacht die heilige Hochzeit der Lichtgöttin Belisana (die Mondkraft) und des Gottes Belenos, der Leuchtende (die Sonnenkraft), welche für die Fruchtbarkeit und das Weitergeben des Lebens standen. In früheren Zeiten war das Beltanefest auch ein Fest der Brautschau und der Hochzeit. Damals waren es die Frauen, welche sich den geeigneten Mann, für ihre zukünftigen Kinder, aussuchten. Wenn sich ein Paar gefunden hatte, lebten sie 1 Jahr lang "auf Probe" zusammen. Nach einem Jahr entschieden nun die Frauen, ob sie mit ihrem ausgewählten Mann zusammen ihr Leben verbringen und mit ihm ihre Kinder aufziehen wollten. Das Besiegeln dieser Zusammenkunft war, dass sie gemeinsam übers Feuer sprangen, bezeugt vom Lichtkönig und der Lichtkönigin.


Daher kommt auch der Ausdruck" mit ihm durchs Feuer gehen".
Es wurde ein grosses Feuer angezündet und zusätzlich einen Baumstamm, meistens eine Birke oder Tanne, daneben aufgestellt, welcher mit bunten Bändern und Blumen geschmückt wurde. Um ihn herum wurde die ganze Nacht getanzt, gefeiert und gelacht. Noch heute kennen vielen Länder die Bräuche des Maibaums.
Bei den Mondfesten, sind der Überlieferung nach, die Zauberkräfte besonders stark.
Auch die Schichten zwischen den Welten sind jeweils besonders dünn und durchlässig. Daher können wir, mit Hilfe von Trancereisen und sogenannten " Andersweltreisen", besonders leicht Kontakt mit Pflanzen, Tieren, Steinen und Elementen und ihren geistigen Wesen aufnehmen, oder ihre Botschaften für unser Leben erhalten.

Ein wichtiger Höhepunkt des Festes war das Orakel oder die Prophezeihung, welches von der hohen Pristerin durchgeführt wurde und in der keltischen Gemeinschaft ein sehr grosses Ansehen genoss. Besonders wichtig war die Prognose ihrer kommenden Ernte, da in dieser Zeit alles davon abhieng, wie sie das Überleben für die Winterzeit sichern konnten.

Ein wunderschönes Ritual für das Beltanefest, welches wir jetzt durchführen können, ist die Schamanische Krafttierreise. Dieses Ritual verbindet uns besonders kraftvoll mit der Mutter Erde und unserer tiefsten Seelenkraft.

Wir sind immer mit unserem persönlichen Krafttier verbunden, nur nehmen wir es meisten gar nicht richtig wahr.

Jedes Krafttier hat seine ganz spezifische Charaktereigenschaft, welche wir in unserem Leben verkörpern. Wenn wir nun in einer Schamanischen Reise unser Krafttier holen, verbinden wir uns bewusst mit unserer tiefsten Seelenkraft und sind im Einklang mit der Mutter Erde....

wir sind im Puls des Lebens.

Ich wünsche euch ein kraftvolles, besinnliches Beltanefest mit viel Feuerkraft und Lebensfreude

Herzlichst eure Silvia