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Freitag, 30. Oktober 2020

Samhain

 
Samhain
 
Am 31. Oktober feiern wir wieder ein weiteres keltisches Jahreszeitenfest.....Samhain!
 
Im Julianischen Kalender wird es vom 31.Oktober bis 2 November gefeiert, im früheren Mondkalender war es am letzten Neumond oder dem sogenannten "Schwarzmond".
 
Die Natur zieht sich allmählich wieder in die Tiefe der Erde zurück.....in die Dunkelheit und stirbt. So geht es auch dem Licht. Die dunkelste Zeit ist nun angebrochen, welches an "Wintersonnwende" um den 21.Dezember herum, seinen Tiefpunkt erreicht, der Kreis vom "Werden, Sein und Vergehen" schliesst sich langsam wieder.
 
Samhain war eines der bedeutendsten und letzten Mondfeste, unserer keltischen Vorfahren. Sie feierten das Jahresende, oft in einem ausschweifenden Gelage. Sie hörten den Gesängen der Barden zu und besprachen dabei familiäre und gemeinschaftliche Angelegenheiten. Alle hatten nun genügend Zeit für die Gemeinschaft; die Felder und Gärten waren abgeerntet, die Früchte gewonnen und verarbeitet.
Alles wurde nun für die kalte und karge Zeit hergerichtet und angefertigt, Vorräte konserviert und verstaut.
In der warmen Stube am Kamin erzählten sie sich Geschichten und besannen sich auf ihre Wurzeln. Damals lebten unsere keltischen Vorfahren noch im Einklang mit den Gezeiten des Lebens. Der Tod gehörte für sie, genauso wie die Geburt, zum Leben und zum Kreislauf der Natur.
Sie hatten ein tiefes Verständnis zu ihren Ahnen, den Verstorbenen, und sie huldigten ihnen mit Opfergaben und liebevollen Gesten bei der Tafel und an den Festen. Besonders zu Samhain gedachten sie ihren Ahnen, denn es war für sie selbstverständlich, dass sie unter ihnen weilten.
 
 
Das Samhain-Fest wurde in manchen Regionen auch das "Apfelfest" genannt, denn es wurde der Apfelinsel, Avalon, gewidmet. Avalon war die "Sommerinsel", jener Ort auf der jenseitigen Welt, hinter den Feenhügeln, wo die verstorbenen Seelen im ewigen Sommer lebten. Niemand zweifelte daran, eines Tages zu ihnen zurück zu kehren, wenn ihre Aufgabe in der diesseitigen Welt getan war.
Diese tiefe Verwurzelung gab ihnen Halt, Standhaftigkeit und Stärke.


Ein alter Brauch für den Vorabend zu Samhain war auch, dass alle Feuer gelöscht  und am neuen Morgen wieder angezündet wurden, als Symbol für den Tod des alten Jahres und die Geburt des neuen Jahres. Die Nacht dazwischen war von tiefen Geheimnissen durchdrungen und für allerlei Orakel und Vorhersagen geradezu prädestiniert.
 Sie wussten, dass die Schleier zwischen der Wirklichkeit und der anderen Welt sehr durchlässig war und so konnten die Botschaften aus dem Reich der Ahnen viel leichter empfangen und weiter gegeben werden.
 
 
Wichtige Bäume zu Samhain sind:
  •  Der Apfelbaum, Sinnbild des ewigen Lebens, der Heilkraft und der Sinnlichkeit. Der Apfelbaum ist das Tor zur "Anderswelt" und Hüter der weiblichen Mystik.
  • Der Walnussbaum, ein mächtiger Schutzbaum, Baum der Ahnen und der Spiritualität und er lehrt uns, uns abzugrenzen und altes abzuschliessen.
  • Die Eibe, gilt als Lebensführerin und Führerin durch die Gezeiten, von Leben, Tod und Wiedergeburt. Sie ist das Tor zur Unterwelt, zum tiefsten Untergrund in uns selber.
  • Die Erle, liebt die Moor-und Sumpfgebiete und steht mit den Moorgeistern, Nebelelfen, Elfen, Erlenkönige und Wassergeister in enger Verbindung.
 
 
 
Was bedeutet Samhain für unseren Alltag:
 
Nun wird es Zeit, zur inneren Ruhe zu kommen, unser Tempo einen Gang herunterschalten um sich wieder mehr Zeit für Musse und Sinnlichkeit zu nehmen. 
Wir lassen alles ruhen, wir lassen den Dingen einfach seinen Lauf...keine neuen Projekte mehr, keine neuen Aktivitäten mehr...wir lassen nur geschehen und erweitern unseren "Zeitraum" um uns herum.
 
In dieser inneren Einkehr, werden uns gewahr, dass alles vergänglich ist, dass wir nichts festhalten können und schauen zurück, was sich bei uns in diesem Jahr verabschiedet hat.
  Viele werden in dieser dunklen Zeit von Wehmut und leiser Trauer erfasst, auch das gehört zum Leben!
 Echte innere Heilung ist, wenn wir das Leben annehmen können, wie es ist, wir uns auch mal erlauben dürfen, Lustlos und ohne Antrieb zu sein und dass wir auch nicht dauernd fröhlich und gut gelaunt durch den Alltag gehen müssen, wenn uns einfach nicht danach ist ....!
 
Wir lassen nun endgültig alles los, auch wenn es uns etwas traurig stimmt. Alles was wir wieder in den ewigen Kreislauf zurück fliessen lassen können, macht wiederum Platz für Neues und vielleicht noch Besseres.
 Nun erinnern wir uns an alles Gute und Schöne, was wir in diesem Jahr erarbeitet oder erreicht haben und nehmen dankbar an, was unser Herz und unsere Seele erfüllt hat.
 
Einen kleinen Moment inne zu halten, einen heissen aromatischen Tee, eine stille Meditation, ein Musikstück oder was auch immer unsere Seele wünscht, zu geniessen, ist jetzt besonders erholsam! So sind wir auch dazu im Stande, in unsere tiefen Quellen herunter zu steigen, um aus unseren reichen inneren Ressourcen wieder Lebenskraft und Mut zu schöpfen.
 
Trotz Kälte und Regenschauer, ist es anderseits sehr wichtig, in die freie Natur hinaus zu gehen, die frische kühle Luft zu atmen und sich zu bewegen...ohne Hast und ohne Stress. So können sich unsere Sinne auftanken und nähren.
 
 
Ein wirksames Ritual zum Loslassen und Transformieren:
 
Wir brauchen dazu einen Baumwollband (oder Wolle, Seide, Leinen etc.) eine feuerfeste Schale mit Räucher-Kräuter (Salbei, Lavendel, Lorbeer, Beifuss o.a.) eine Kerze und eine Schere.
Als erstes zünden wir die Kerze an und stellen sie, in einem schützenden Glas, vor uns auf den Boden, daneben die Schale mit den Kräutern und nehmen das Band in die Hand.
Wir bitten jetzt die geistige Welt (oder eine keltische Göttin, z.B. die Göttin der Unterwelt Morrigu die sich als Rabe verwandeln kann, oder Rhiannon die Feengöttin der Unterwelt, welche mit einem weissen Schimmel reitet oder die grosse Erdenmutter Dana oder Brigith), um Unterstützung und gehen tief in uns, um uns zu ersinnen, was uns im Moment am meisten bedrückt oder Probleme bereitet.
Anschliessend machen wir für jede Sorge, jede Angst und für alles, was uns bekümmert, einen Knopf in das Band ( es darf auch ruhig ein bisschen Wut dabei sein)!
Alles darf hinein geknotet werden, bis wir sämtliche Emotionen erlöst haben. Danach zünden wir die Kräuter in der Schale an (geht am besten mit einer Räucherkohle), nehmen einer Schere zur Hand, schneiden die Knoten ab und lassen sie in die brennenden Kräuter fallen.
Nun beobachten wir, wie sich alle Unannehmlichkeiten, Sorgen und Ängste im duftenden hellen Rauch allmählich auflösen und transformieren können.
Wir fühlen, diese wunderbare Befreiung und geniessen den unendlich weiten Raum, der sich in unserem Inneren öffnet, um neuen Platz für alles Helle und Positive zu schaffen.
 
Zum Schluss danken wir unseren geistigen Helfern für ihren Beistand, sinnieren noch etwas nach und löschen dann die Kerze aus.
 
In den nächsten Tagen und Nächten, sollten wir nun aufmerksamer auf unsere Träume achten,  vielleicht gibt es in dieser Zeit, seltsame Zufälle oder wir bekommen spontan irgendwelche Lösungen präsentiert, denn das Gewebe des Lebens ist nicht endgültig, es werden immer wieder neue Muster hineingewoben und neue Fäden gesponnen.....das Rad der Gezeiten dreht sich ständig und fortwähren im Kreis, vom Werden zum Sein und zum Gehen, um wieder neu zu Werden.
 
Ich wünsche euch von Herzen eine tiefgründige und erneuernde Samhain-Zeit
 
 
Eure Silvia
 
 
 

 
 
 

Dienstag, 22. September 2020

Keltisches Jahreszeitenfest der Herbst Tag-und- Nachtgleiche steht vor der Tür



In diesem Jahr feiern wir am 22. September wieder ein Keltisches Jahreszeitenfest.... die Herbst-Tag-und Nachtgleiche!
Schon unsere Vorfahren feierten dieses Sonnenfest als Erntedank.


Wir gehen nun der dunkleren Jahreszeit entgegen und nehmen Abschied vom Sommer, von der Wärme, vom Licht und der fruchtbaren Zeit.

 
 

Das Erntedankfest steht oft mit der grossen Erdgöttin Rosmerta in Verbindung, welche vor allem für Wohlstand, Reichtum und Fülle angerufen wurde. Oft zeigte sie sich mit einem überfliessenden Füllhorn, mit Opferschale und manchmal auch mit einem Heroldsstab ( Heilstab). Rosmerta ist eine nährende und aufbauende Göttin, welche uns lehrt unseren innerer und äusseren  Reichtum im Fluss zu halten. Oder uns aufzeigt, wie wir unsere materiellen Güter vermehren oder anlegen können, damit wir davon gut leben können.
 

Es ist eine Zeit der Dankbarkeit und der Rückschau!

Wie entwickelte sich unser Lichtkeim, den wir im Frühjahr gesetzt hatten?
Was konnten wir wirklich ernten oder nutzen?
Wie habe ich persönlich meine Wünsche und Ideen umgesetzt oder wahrgenommen?
Welche neuen und "wundersamen" Fügungen hatten sich auch noch ergeben?
Wie gehe ich mit meinen vermeintlichen Niederlagen um?
Sind es überhaupt Niederlagen, oder hat sich etwas besseres ergeben?
Wir machen uns Gedanken darüber, sind dankbar für die Früchte und lassen los, was uns nicht mehr gut tut.
 
Ein Ritual zum "Loslassen":
Am schönsten ist es, wenn wir dieses Ritual mit mehreren Leuten durchführen können, aber natürlich geht es auch für sich alleine.
 
Wir nehmen eine Schale mit klarem Wasser und reichen sie durch die Runde. Nun geben wir alles ins Wasser hinein, was wir loslassen wollen in dem wir ein einziges Wort aussprechen (dieses Wort beinhaltet alles Losgelassene).

 
 
Als nächstes ziehen wir uns einen Baum aus den ENERTREE-Baumessenzen und stärken uns mit seinen Kräften.
Anschliessend lassen wir wieder die Schale durch die Runde gehen und geben ein kraftvolles, liebevolles Wort ins Wasser hinein ( z.B. Liebe, Freude, Transformation usw.) um das Losgelassene zu transformieren und zu reinigen.
   
Zum Schluss geben wir die Schale in die Mitte und nehmen uns im Kreis an der Hand ( die linke Hand ist gebend  (Handfläche nach unten) und die rechte Hand nehmend (Handfläche nach oben) dabei atmen wir tief ein und lassen die Erdenergie über unsere Fussohlen in den ganzen Körper fliessen und beim ausatmen lassen wir das kosmische Licht vom Scheitel durch uns durch wieder hinab über unsere Füsse in die Erde strömen.
Die Wasserschale bleibt den ganzen Abend in er Mitte und wird am Ende des Festes mit Liebe und Dankbarkeit einem Baum unserer Wahl übergeben.
 


Nun heisst es, uns für die kalte, dunkle Jahreszeit vorzubereiten, wir legen uns sozusagen "ein dickes Fell zu".

In dieser Zeit, der Zeit der dunklen Jahreshälfte, richten sich die Kräfte mehr und mehr nach Innen, wobei wir unweigerlich auch unsere tieferen Gefilde berühren. Deshalb ist es sehr Wichtig, unsere innere Sonne zu stärken und zu erhalten.


Aber wie setzen wir es im Alltag um?
 
Wir gehen an einen schönen, ruhigen Ort und lassen uns das vergangene halbe Jahr nochmals durch den Kopf gehen; wie sieht es aus mit unserer Energie oder mit unserem Energiekonto vom Geben und Nehmen...wie sehen unsere materiellen Güter aus...wie ist unser Freundeskreis oder unser unmittelbares Umfeld...können wir uns regelmässig auftanken und Energie schöpfen - uns entfalten?
In der dunklen hälfte des Jahres brauchen wir unsere Kraft- und -Energiereserven, welche wir in den lichtvollen Zeiten gesammelt haben. Für diese Reserven benötigen wir vor allem innere Ruheräume, Oasen der Stille und einen konstanten Lebensrhythmus um immer wieder die kraftvolle Erdenergie - unserer Mutter Erde - und die kosmische Lichtenergie - unsere Schöpferkraft  - zu erneuern.
 
 
* Unseren Lebensrhythmus können wir effizient stärken, in dem wir uns einen regelmässigen Tagesablauf, mit Essen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten und Pausen, erschaffen ( ideal sind, 2/3  regelmassige Wiederholungen, 1/3 spontane Aktionen).
 Für uns Frauen ist es sehr wirksam, wenn wir dem Mondzyklus folgen und in kleinen Ritualen diese tiefe weibliche Energie in uns aufnehmen.
* Innere Ruheräume erschaffen wir, wenn wir zwischendurch mal tief durchatmen können und 5 Minuten lang etwas schönes betrachten z.B. eine Blume/Pflanze, einem Tier zuschauen oder einmal nichts tun und sich intensiv wahrnehmen.
* Oasen der Stille finden wir, in kleinen Meditationen und kurzen Spaziergängen in der Natur, in dem wir den Naturtönen lauschen, die Luft um uns spüren und den Duft in uns aufnehmen.
* Hilfreiche Bäume als Kraftquelle sind:
Die Föhre, bringt unser inneres Licht zum leuchten und stärkt unseren persönlichen Ausdruck und Selbstwert.
Die Buche, schenkt uns  Ruhe und Gelassenheit und öffnet unsere feinstofflichen Sinne für unseren inneren Raum.
Die Olive, schenkt uns Fülle, Reichtum und Frieden. Sie erlöst uns von inneren Mangeldenken und Ängsten.
Die Quitte, vermittelt uns eine harmonische, fröhliche Stimmung und stärkt unsere Widerstandskraft und unser Immunsystem.
  

Wenn es uns in der Winterzeit gelingt, diesem Rhythmus der Stille und der Einkehr zu folgen, sind wir tatsächlich in der Lage uns tief zu regenerieren um wieder ganz neue Kräfte zu sammeln.
 
 
Von Herzen wünsche ich euch eine schöne und tiefgreifende Herbstzeit.
 
Eure Silvia